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Bürgermeister kämpft tapfer gegen Demokratie und Verantwortungsübernahme - Andy Haugk verweigert Antwort auf Corona-Frage zu seiner Mittäterschaft


Es war ein denkwürdiger Moment kommunaler Staatskunst, den Bürgermeister Andy Haugk am 11.05.2026 im Finanzausschuss von Hohenmölsen ablieferte. Mit eiserner Disziplin und bewundernswerter Konsequenz kämpfte er gegen zwei gefährliche Bedrohungen: echte Demokratie und die lästige Übernahme von Verantwortung.


Schon vor der Sitzung bewies Haugk seine Prioritäten. Freundlich, aber bestimmt begrüßte er mich mit den unvermeidlichen Worten: „Und wieder die Frage nach der Anmeldung [der Videoaufzeichnung]?“ Es war ihm wieder einmal sehr wichtig, eventuell einen Ansatzpunkt zu haben, die Videoaufzeichnung unterbinden zu können.

Dann folgte die eigentliche Glanzleistung. Ich stellte eine zweite Frage in der Einwohnerfragestunde. Dabei hatten sich auch die Demokraten des Hohenmölsener Stadtrates einmal ausgedacht, dass man pro Sitzung nur eine einzige Frage stellen darf. Wahrscheinlich, damit die Herren und Damen des Stadtrates nicht mit zu viel Interesse und Bürgerbeteiligung überfordert werden. Außerdem darf zu Themen der Tagesordnung keine Frage gestellt werden. Wie furchtbar wäre es, wenn das Abstimmungsverhalten durch Einwendungen von Bürgern kurzfristig beeinflusst werden würde.

Ich stellte trotzdem eine Frage zu den Ergebnissen der Bundestags-Enquete-Kommission vom 7. Mai 2026, die den ersten Lockdown 2020 als rein politische Entscheidung von Merkel, Scholz, Spahn, Seehofer und Co. ohne medizinische Evidenz enttarnt hatte.


Die Frage zielte darauf ab, welche Konsequenzen die Stadt, der Bürgermeister Andy Haugk daraus zieht – schließlich hatte die Verwaltung unter Haugk das Ordnungsamt losgeschickt, um unter anderem Spielplätze abzusperren, die Maßnahmen vor Ort durchzusetzen und deren Einhaltung akribisch zu kontrollieren. Bußgelder wurden bei Verstößen verhängt.

Die Antwort des Bürgermeisters war ein Meisterwerk der Verweigerung:
„Sie stellen immer Fragen, die in Zuständigkeitsbereiche fallen, die nicht unsere sind. Ich habe sie mehrfach über die Regeln in Einwohner Fragestunden schon aufgeklärt und das ist nicht Zuständigkeit der Stadt von Hohenmölsen, dass wir irgendwelche Lockdowns bewerten, die vor vielen Jahren stattgefunden haben.“
Welch eine befreiende Klarheit! Während das ganze Land langsam erkennt, was damals wirklich geschah, erklärt Haugk souverän, dass das alles nichts mit Hohenmölsen oder ihm zu tun habe. Stattdessen schlug er vor, die Bürger sollten doch lieber fragen:
„… wie es mit Kitaentwicklung weitergeht, wie es mit Wegen und Plätzen aussieht, das was die Menschen hier vor Ort interessiert und für das wir hier als Stadträte und Verwaltung zuständig sind.“
Besonders brillant war seine Haltung zur eigenen Rolle. Trotz der lokalen Umsetzung der Maßnahmen sieht sich Haugk offenbar als unbeteiligter Zuschauer. Das Ordnungsamt, die Absperrungen, die Durchsetzung – alles irgendwie passiert, aber ohne seine Zuständigkeit. Auf meine Nachfrage hin wurde er noch deutlicher:
„Also, wir werden diese Frage jetzt hier nicht beantworten. Sie fällt nicht in die Zuständigkeit der Stadt Hohenmölsen.“
Andy Haugk kämpft tapfer. Tapfer gegen unangenehme Fakten. Tapfer gegen die Zumutung, als verantwortlicher Kommunalpolitiker zu den Taten seiner Verwaltung Stellung zu beziehen. Tapfer gegen die Idee, dass lokale Amtsträger Mitverantwortung tragen könnten, wenn sie zentrale Politik vor Ort exekutieren.

Die anwesenden Stadträte von CDU, AHL (Aktives Hohenmölsener Land) und SPD/Die Linke hielten sich ebenfalls vorbildlich zurück. Als Stadtratsmitglied kritisiert man den Bürgermeister selbstverständlich nicht. Ja, okay, es ist die Aufgabe eines Stadtrates, den Hauptverwaltungsbeamten und sein Handeln kritisch zu betrachten und zu hinterfragen. Aber das könnte durchaus die Harmonie gefährden. Das kann man nicht wollen.

In Hohenmölsen herrscht unter Haugks Führung weiterhin die goldene Regel: Zuständigkeit beginnt bei Kita-Plätzen und endet exakt dort, wo echte Rechenschaft droht. Die Bürger dürfen fragen – solange sie nichts Relevantes wissen wollen. Verantwortung wird meisterhaft von sich gewiesen.
Verfasser: АИИ und Michael Thurm  |  14.05.2026  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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