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Peter Hahne kommt nach Weißenfels - Friedensdemo in Weißenfels: Kritik an Kriegspolitik, Sozialabbau und Demokratie-Defiziten


Am 22. Juli 2026 fand auf dem Markt in Weißenfels erneut eine Friedensdemonstration statt.


Im Unterschied zu früheren Veranstaltungen war die Kundgebung diesmal deutlich interaktiver: Mehrere Teilnehmer ergriffen spontan das Wort, was zu kleinen Diskussionen und einem lebendigeren Austausch führte. Die Demo bestand nicht nur aus vorbereiteten Reden, sondern erhielt dadurch eine auflockernde und offene Note.

Ankündigung: Peter Hahne kommt nach Weißenfels

Zu Beginn der Veranstaltung wurde ein besonderes Highlight angekündigt: Am 19. August 2026 wird der bekannte ehemalige ZDF-Moderator, Autor und Regierungskritiker Peter Hahne um 18 Uhr im Hotel Schöne Aussicht (bei Weißenfels/Leißling) auftreten. Der Eintritt beträgt nur 10 Euro. Der Saal bietet Platz für etwa 300 Gäste. Es ist mit Buchverkauf und einer thematischen Lesung (u. a. aus „Wach auf“) zu rechnen. Die Organisatoren planen eine zeitnahe Bekanntgabe des Vorverkaufs. Karten gibt es dann auch vor der Veranstaltung.

Zentrale Themen der Demo

Die Redner und Diskussionsbeiträge drehten sich vor allem um folgende Schwerpunkte:

1. Krieg in der Ukraine und internationale Konflikte

Es wurde scharf kritisiert, dass die Bundesregierung keine ernsthaften diplomatischen Initiativen für Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine ergreife. Stattdessen flössen Milliarden an Steuergeldern in die Unterstützung der Ukraine (u. a. als „Kredit“, der vermutlich nicht zurückgezahlt werde), während im Inland gespart werde. Redner warnten vor einer Eskalation, der Stationierung deutscher Truppen im Baltikum und einer möglichen Ausweitung des Konflikts. Historische Parallelen wurden gezogen – unter anderem zum Überfall auf die Sowjetunion 1941 („Unternehmen Barbarossa“) und zu Plänen einer „Schwächung slawischer Völker“. Mehrere Sprecher betonten, dass Frieden nur durch Dialog, Diplomatie und gegenseitigen Respekt erreichbar sei, nicht durch immer neue Waffenlieferungen und Drohnenproduktion.

2. Soziale und wirtschaftliche Lage in Deutschland

Viele Beiträge thematisierten den massiven Sozialabbau, steigende Preise, hohe Energie- und Spritkosten sowie die Belastung von Rentnern und einkommensschwachen Schichten. Es wurde kritisiert, dass Gelder für Infrastruktur, Gesundheitswesen, Brücken und Wohnraum fehlten, während gleichzeitig großzügig Mittel ins Ausland flössen. Die Pleitewelle von Unternehmen und die Abhängigkeit von teurer Energie (nach dem Wegfall günstiger russischer Gaslieferungen) wurden als Folgen verfehlter Politik dargestellt. Mehrere Redner fragten, wer den Kanzler legitimiere, so großzügig mit deutschen Steuergeldern umzugehen.

3. Demokratie und Meinungsfreiheit

Es gab deutliche Kritik an der „Brandmauer“ gegenüber bestimmten Parteien (ohne Werbung für eine spezielle Partei zu machen), an der Streichung von AfD-Kandidaten von Wahllisten und an einer zunehmenden Aushöhlung demokratischer Prinzipien. Redner betonten, dass Politiker „Angestellte des Volkes“ seien und nicht umgekehrt. Themen wie Überwachung (Chatkontrolle, Abhörtechnik in Rauchmeldern oder Smart-TVs), Einschränkung der Meinungsfreiheit und gesellschaftliche Spaltung wurden angesprochen. Die Medien (insbesondere ARD und ZDF) wurden als einseitig und propagandistisch kritisiert. Thematisiert wurde auch das Vorgehen gegen den Kabarettist Uwe Steimle. Steimle steht im Verdacht, die Regierung nicht zu mögen.

4. Warnung vor Eskalation und Aufruf zum „Wach auf“

Mehrere Beiträge warnten vor einem drohenden Dritten Weltkrieg und einer weiteren Zerstörung Deutschlands. Es wurde appelliert, die Jugend nicht „an der Ostfront zu verheizen“ und stattdessen für Abrüstung und Frieden einzutreten. Ein Redner zitierte die DDR-Nationalhymne, um den Wunsch nach „Glück und Friede“ für Deutschland zu unterstreichen. Abschließend wurde die Passivität vieler Bürger trotz wachsender Probleme bedauert – solange „Bier und Schnaps“ noch flössen, blieben die Straßen leer.

Die Veranstalter kündigten an, die Reihe fortzusetzen und hoffen auf eine größere Beteiligung bei zukünftigen Terminen, insbesondere rund um den Peter-Hahne-Auftritt am 19. August.

Die Demo in Weißenfels bleibt ein Beispiel für eine hartnäckige, basisnahe Friedens- und Protestbewegung, die vor allem Regierungspolitik in der Außen- und Wirtschaftspolitik sowie soziale Verwerfungen thematisiert.
Verfasser: АИИ  |  24.07.2026
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