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Das Schreckgespenst Frieden - einige Naumburger fürchten es nicht


Seit vielen Jahren sind sie montags präsent. Und sie bleiben es, auch wenn der Zulauf stark abgenommen hat, denn die Politik tut weiterhin das Gegenteil dessen, was sie behauptet: Sie handelt nicht im Interesse der Menschen.



Der Ukraine-Krieg hat die Politik in Deutschland und der EU nicht veranlasst, nach friedlichen Lösungen zu suchen. Stattdessen soll aufgerüstet werden. Die vielen hundert Milliarden zahlen selbstverständlich die Bürger – über höhere Steuern und wohl auch in absehbarer Zeit über eine steigende Inflation, die mit einem Wertverlust von Sparkonten einhergeht. Um Staatsschulden abzubauen, ist eine hohe Inflation gut, denn dadurch verliert die Kreditsumme an Wert.

Im Januar sagte Elmar Theveßen bei Maybrit Illner: „Die gute Nachricht ist – es wird nicht schon am ersten Tag (nach Trumps Amtsantritt) der Frieden ausbrechen in dieser Region.“ Vor diesem "Schreckgespenst" haben die Naumburger, die sich montags um 19 Uhr auf dem Marienplatz in Naumburg zusammenfinden, keine Angst. Es ist die Gefahr, dass die Politik in einen Krieg eskaliert.



Momentan haben die Militaristen und die ewig Gestrigen die Oberhand in Deutschland. Sie wollen uns „kriegstüchtig“ machen, und die logische Folge von „Kriegstüchtigkeit“ ist Krieg. Die politischen Entscheider und die Qualitätsschundmedien versuchen, uns einen Krieg mit einem Land, das uns bis dato nichts getan hat, als unvermeidlich darzustellen. Leider verfängt die 24/7-Kriegspropaganda bei einigen Menschen, aber bei einem Großteil der Bürger herrscht noch gesunder Menschenverstand. Diesen gilt es zu bewahren! Die Entscheidung über Krieg und Frieden darf nicht länger in der Hand von einigen Wenigen liegen, sondern in der Hand aller Bürger in unserem Land. Das funktioniert nur mit direkter Demokratie!
Marco Zimmermann


Die Schizophrenie der politischen Akteure – Rüstung statt Klimaschutz?

Anders als mit Schizophrenie kann man vieles wohl kaum noch erklären. Ich hatte eine Diskussion mit einem ängstlichen Zeitgenossen, der weiterhin eine große Gefahr in der Erwärmung der Erdatmosphäre sieht, die durch die 3 Prozent menschlichen CO₂ am Gesamt-CO₂-Gehalt verursacht würden. Ein Vergleich zwischen Singapur und Deutschland erzürnte ihn zusätzlich. In Singapur liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur bei 27 bis 28 Grad, in Deutschland bei 8 bis 10 Grad. Dennoch befürchtet der Zeitgenosse eine große Anzahl an Hitzetoten in Deutschland. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Singapur liegt bei 84 bis 85 Jahren, in Deutschland bei 81 Jahren. Ein Zusammenhang zwischen einem warmen Klima und einer erhöhten Sterblichkeit lässt sich aus meiner Sicht nicht so ohne Weiteres herstellen. Kälte ist die viel größere Gefahr. So soll es laut RKI im Jahr 2022 etwa 4.500 hitzebedingte Sterbefälle in Deutschland gegeben haben. Dagegen sollen rund 65.000 Menschen in Deutschland im Jahr kältebedingt gestorben sein.

Die Energiepreise sind weiterhin hoch. Trotz der letzten milden Winter stiegen die Heizkosten aufgrund des politischen Handelns massiv. Normale Winter, wie sie vom Klima-Wandel-Narrativ angestrebt werden, hätten zu großen Problemen und vielen Kälte-Toten geführt. Aber das interessiert die Politik irgendwie nicht.

Rüstung statt Klimaschutz

Es tut sich etwas in der EU. Man hat nun wohl doch erkannt, dass die Klimapolitik zu großen Problemen in der Wirtschaft führt. Wenn aufgerüstet werden soll, ist das kontraproduktiv. Die EU bzw. Brüssel hat im vergangenen Monat vorgeschlagen, die meisten Unternehmen von der übermäßigen Berichterstattungspflicht und der bevorstehenden CO₂-Steuer zu befreien. Unternehmer und Politiker sind zunehmend der Meinung, das grüne Paket sei angesichts anderer drängender Wirtschaftsprobleme zu belastend.

Eine Entlastung der Bürger – die braucht es wohl nicht, oder? „Kanonen statt Butter“ soll offensichtlich die Devise sein, und „Frieren für Frieden“.


Allerdings hat die Bundes- und EU-Politik an Frieden nach wie vor irgendwie kein Interesse. Das ist auch nachvollziehbar, denn wie soll man Rüstungsausgaben rechtfertigen, wenn es keinen Feind bzw. kein Feindbild gibt? War nicht vor ein paar Jahren die Devise, jedes Menschenleben – koste es, was es wolle – vor diesem Virus zu beschützen? Wie viele Menschenleben wurden bisher durch Kriege gerettet? Das ist eine rethorische Frage.

Kleiner „Fun Fact“ am Rande: Die Gasspeicherstände in Deutschland liegen derzeit bei unter 30 Prozent. Dank des Klimawandels kam es nicht zu einer Gasmangellage.

Der Klimawandel (menschgemacht oder auch nicht) hat die Politik vor dem Zorn der Bevölkerung bewahrt und ermöglicht, dass die Kriegstreiberei weitergehen kann. Nur stellt sich wieder die Frage: Glaubt die Politik tatsächlich an den menschengemachten Klimawandel – und wenn ja, inwieweit sind Rüstungsproduktion und Krieg dem Erreichen der Klimaziele zuträglich? Oder treffen auch hier wieder solche Verschwörungstheorien zu?

Der große Knoten im Kopf

Für viele, die der Regierungspropaganda glauben, dürfte sich aufgrund dieser vielen Widersprüche ein großer Knoten im Kopf gebildet haben. Viele schützen sich, indem sie darüber nicht nachdenken. Und das schützt die Politik vor zu viel Widerstand aus der Bevölkerung. Auch die Regionalpolitik hält weiterhin die Füße still. Ja, okay, sie jammern über leere Kassen, wodurch diese „freiwilligen Aufgaben“ (Schwimmbäder, Kultur, Museen, Theater, Sportanlagen usw.) kaum noch zu finanzieren sind. Aber trotzdem wird das gemacht, was von oben kommt. So wie sich das gehört, oder?

Wer das nicht mehr will, schaut montags vielleicht mal auf dem Marienplatz in Naumburg vorbei.
Verfasser: Michael Thurm  |  07.04.2025
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