Vorzeige-Linker Max Schneller flüchtet aus Sachsen-Anhalt - Wer soll sich jetzt noch gegen die Querdenker in Bad Dürrenberg stellen?
Oh weh, oh weh, der große Held der Zivilcourage, der mutige Verteidiger der Demokratie, der junge Löwe gegen Rechts, Max Schneller, sucht das Weite.
Sachsen-Anhalt ist ihm zu heiß geworden
Der 17-jährige Vorzeige-Linke, Mitglied der Partei „Die Linke“, Influencer unter dem Label „maximal.demokratisch“, Preisträger hier, Auszeichnung dort, 10.000-Euro-Georg-Leber-Preis der IG BAU inklusive – er packt die Koffer und zieht nach Berlin. Eine Ausbildung will er machen. Und irgendwann, so lässt er durchblicken, vielleicht in den Landtag oder gar den Bundestag. Aber erst mal weg. Der Mut ist verschwunden, sagt er selbst der taz. Schlimm!Der Tag, an dem der 16-Jährige zum Medien-Messias wurde
Erinnern wir uns: April 2025, Ostermontag in Bad Dürrenberg. Am offenen Mikrofon der montäglichen Demonstration stellt sich der damals 16-jährige Max den vorwiegend älteren Leuten entgegen, die dort seit Jahren für Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung, gegen Wehrpflicht, gegen Aufrüstung und für ein Ende des Ukraine-Kriegs (ja, Frieden auch mit Russland) auf die Straße gehen. Für Schneller und seine Medien-Claqueure sind das natürlich alles Rechte, Querdenker, Schwurbler, Holocaustleugner und potenzielle Nazis. Mit Phrasen und Platitüden, Haltungspathos und den üblichen Schablonen widerspricht er ihnen. Das Video geht viral. Applaus von links.Preise, Applaus und 10.000 Euro – Der große Beutezug der Zivilcourage
Preise purzeln. Karoline Herfurth hält Laudatio. Staatsministerin Natalie Pawlik lobt. Die IG BAU überreicht eine Trophäe und einen Zehntausender. Herumgereicht wird er, interviewt, gefeiert. Der mutige Junge, der sich allein den Bösen stellt! Mit anderen Linken organisiert er sogar Gegendemos. Doch die Montagsdemonstranten lassen sich nicht einschüchtern und demonstrieren weiter. Woche für Woche. Für Frieden. Für Freiheit. Für Selbstbestimmung. Unbequem. Und Max? Er wird zum Symbol.Nachts klingelt es – und der Mut verlässt den Helden
Bis nachts ein paar Mal bei ihm Sturm geklingelt wird – von wem auch immer, er weiß es nicht. Einmal sucht jemand an den Fenstern. Drohungen, Anzeigen, Polizeirat, zeitweise nicht zu Hause schlafen. Schreckhaft wird er, Puls im Bett, wenn draußen Schritte zu hören sind. Ja, das ist nichts im Vergleich zu dem, was die echten Widerstandskämpfer wie Ballweg, Füllmich, Schiffmann, viele weitere und Ärzte (die Maskenbefreiungen und Impfunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt haben) erleiden mussten. Denn dort wurde nicht nur geklingelt. Es wurden Türen eingetreten, Handschellen klickten, Hausdurchsuchungen durchgeführt, Untersuchungshaft angeordnet, Gefängnisstrafen verhängt und Existenzen zerstört. Wer sich mit dem Staat anlegt und dem staatlichen Narrativ widerspricht, muss mit solchen Repressalien rechnen.Doch bei Max ist der Mut verschwunden. Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt, nachdem klar wird, dass es nicht nur einen AfD-Landtagspräsidenten sondern wohl auch einen AfD-Ministerpräsidenten geben wird, ist die Heimat plötzlich unbewohnbar. Zukunft sieht er in Sachsen-Anhalt keine mehr. Berlin ruft. Eine Stunde (wahrscheinlich mehr) von Halle entfernt, versteht sich – man kann ja mal hinfahren. Und das Wort denjenigen überlassen, die vor Ort bleiben. Praktisch.
Berlin statt Bad Dürrenberg: Der strategische Rückzug des Karriereisten
Und nun? Wer stellt sich zukünftig tapfer diesen Montagsdemonstranten entgegen? Wer steht am offenen Mikrofon und erklärt den älteren Leuten mit den richtigen Phrasen, dass ihr Wunsch nach Frieden eigentlich Faschismus ist? Wer organisiert die Gegendemos, wenn der Vorzeige-Linke die Segel streicht, weil es nachts geklingelt hat? Die anderen tollen Linken, also die Nicht-Rechten, also die Unrechten – sie stehen nun allein da. Der Held haut ab. Nach Berlin, ins sichere Biotop, wo man Demokratie aus der Ferne retten und Preise kassieren kann, ohne dass nachts die Klingel geht.Aktivismus war gestern – jetzt kommt die echte Politik-Karriere
Natürlich: Bedrohungen sind widerlich. Niemand muss nachts Sturm geklingelt bekommen. Aber was für ein Bild ergibt sich hier? Ein junger Mann wird für eine Rede gefeiert, mit Preisen und Medienhype überhäuft, zum Gesicht des Widerstands stilisiert – und sobald der Preis persönlich wird, ist der Mut weg und die Karriereleiter führt nach Berlin und in die Politik. Aktivismus war ja immer nur lautes Fordern, sagt er jetzt. In der Politik kann man Dinge umsetzen. Man muss nur gewählt werden. Nur!Die Montagsdemos laufen weiter – der Held ist schon längst abgehauen
Die Montagsdemonstranten in Bad Dürrenberg werden montags weiter demonstrieren. Für ihren Frieden, ihre Freiheit, ihre Selbstbestimmung - gegen diese Regierung, gegen die Kriegstreiberei, gegen den stetigen Abbau von Grundrechten. Unbeeindruckt von Phrasen und Preisen. Max Schneller hingegen will in Berlin eine Ausbildung machen, sich vernetzen und auf den Moment warten, in dem die Partei ihn aufstellt. Bis dahin bleiben die anderen Linken in Sachsen-Anhalt zurück – und müssen selbst sehen, wie sie gegen diese bösen Alten ankommen, die einfach nicht aufhören wollen, für Dinge zu demonstrieren, die man heute nicht mehr so einfach sagen darf.Schlimme Zeiten. Der Vorzeige-Held ist geflohen. Wer rettet jetzt noch Bad Dürrenberg vor den Querdenkern? Aber wenigstens die Klingel bleibt stumm, denn der Mutige ist weggezogen.
Keine Sorge: Max kommt wieder!
Wenn ihm andere den Weg in den Landtag oder sogar den Bundestag bereiten!Doch! Doch! Ganz bestimmt!
