Linkischer Abmahner Eric Stehr (Die Linke) erntete ersten Shitstorm nach Einzug in das Landesparlament von Sachsen-Anhalt
Der von vielen wenig geliebte Eric Stehr (Die Linke) bekam nach seinem Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt einen Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung, in dem es um seine Empfindungen und Pläne ging.
Jene, die erfahren haben, dass jener von vielen wenig geliebte Weißenfelser mich und die Bürgerstimme während des Landtagswahlkampfes 2026 anwaltlich hat abmahnen lassen, weil er angeblich eine unbekannte Person sei und keine Person der Zeitgeschichte sein wolle, dürfte die erneute Präsenz samt Bild seines Antlitzes verwundern. Denn wer unbekannt sein will, lässt nicht in einer Zeitung über sich schreiben und schon gar nicht sein Gesicht abdrucken. Aber hey: Wer auf typische Weise in der Politik etwas erreichen will, der muss auch ein hohes Maß an Widersprüchlichkeit und Heuchelei mitbringen. Das hat der 25-jährige Eric Stehr offensichtlich schon bestens drauf.
Laut dem Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung sucht er einen Mitarbeiter für Social Media – er möchte also noch öffentlicher weiterhin unbekannt sein. Immer wieder herrlich, wie er sich in seinem Tun und seinen Aussagen widerspricht.
Ebenfalls heißt es in dem Artikel, dass er einmal pro Woche eine Sozialsprechstunde in Weißenfels anbieten wolle. Mich hat er mit einem überzogenen Streitwert von 20.000 Euro abmahnen lassen. Das Gerichtsverfahren, das seine Anwälte und damit auch er unbedingt vor dem Landgericht anstrengen wollten, verursacht viele tausend Euro an Kosten. Dies reißt ein großes Loch in meine Familienkasse – zumal in unserer Familie ein Mensch mit Behinderung lebt, was Eric Stehr (Die Linke) und seine Anwälte wussten. Und genau jener linkische Eric Stehr erklärt, er wolle Sozialsprechstunden veranstalten. Mir fällt da immer wieder nur das Zitat von Klaus Kinski ein, der einst sagte: „Eine Bande von Idioten!“
Ein Kommentar von Keren Iluz über die Posts zum Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung
Da sitzt er nun, der 25-jährige Weißenfelser Jungpionier Eric Stehr von der Linken, frisch eingezogen in den Landtag von Sachsen-Anhalt – und schon regnet es Kritik, Spott und blanken Hohn. Statt stolzer Antrittsrede oder sachlicher Bestandsaufnahme bemüht der Jungabgeordnete prompt die ganz große Dramatik: „Fünf düstere Jahre“ prophezeit er, weil die AfD bei der Wahl so stark abgeschnitten hat. Was für ein Start. Was für eine Selbstoffenbarung.Während andere Politiker nach einem Wahlergebnis erst einmal die Realität verdauen und Verantwortung übernehmen, sieht Stehr offenbar den Untergang des Abendlandes heraufziehen – ausgerechnet jetzt, wo er selbst auf der von den Steuerzahlern finanzierten Bank Platz nehmen darf. Die Kommentare unter dem entsprechenden Post des Wochenspiegels sprechen Bände und entlarven den frischgebackenen Landtagsabgeordneten als das, was viele in ihm sehen: einen unerfahrenen, ideologiegetränkten Milchbubi, der noch nie richtig gearbeitet hat, dafür aber umso lauter schreit.
„Der wird es nicht schaffen“, höhnt einer. „Er muss erstmal seine Windeln anziehen, nicht dass er im Landtag zum Trollo gemacht wird und in die Hosen scheißt“, spottet ein anderer. „Du kleiner linker Scheißer, du hast doch keine Ahnung“, legt eine Dritte nach. Und immer wieder der gleiche Vorwurf: null Lebenserfahrung, Student ohne Abschluss, Antifa-Schreihals statt Politiker, System-Parasit, der künftig mehr kassiert als manche Mutter in jahrzehntelanger Erziehungsarbeit Rente bekommt. „Welche Erfahrungswerte hat dieser Pimpf vorzuweisen? Nichts!“ – so der Tenor. Mindestalter 35 und ordentliche Berufsausbildung fordern manche, damit solchen Typen der Zugang zum Parlament verwehrt bleibt.
Selbst der Vergleich mit historischen Größen bleibt nicht aus: Manche ziehen die NSDAP heran (und lösen damit die üblichen Geschichts-Deutungsgefechte aus), andere erinnern an die „düsteren Jahre“ unter der SED – ausgerechnet der Partei, aus der die heutige Linke hervorgegangen ist. „Stolz auf die ehemalige SED heute die Linke zu sein, ist schon sehr krank!“ schreibt ein Nutzer. Andere fragen offen, wie viele der Papa an der Mauer erschossen habe. Der Ton ist rau, teilweise unter der Gürtellinie, aber die Richtung klar: Ein junger Linker, der nach der demokratischen Wahl der AfD von „düsteren Jahren“ faselt, wirkt auf viele wie der klassische Hofnarr – und genau so wird er auch genannt.
Natürlich gibt es Gegenstimmen. Einzelne verteidigen, dass Demokratie auch dem Unerfahrenen den Weg in die Politik öffnet. Eine Nutzerin mit Migrationshintergrund aus Weißenfels hält Stehr zwar für impulsiv und provokant, fordert aber, er solle jetzt politische Arbeit leisten statt Zirkus. Ein Reporter der MZ rechtfertigt die Berichterstattung damit, dass andere Kandidaten schlicht nicht gesprächsbereit seien. Doch diese Stimmen versinken im Shitstorm. Die überwältigende Mehrheit sieht in Stehr den Prototypen des linken Politikers, der noch nie „am Leben gerochen“ hat, dafür aber den Bürgern vorschreiben will, wie sie zu leben haben – und das Ganze auf Steuerzahlerkosten.
Dass ausgerechnet jemand, der in den Kommentaren als „Abmahner“ und „linker Lappen“ firmiert, nun im Landtag sitzt und die nächsten fünf Jahre beklagt, weil die Wähler mehrheitlich anders entschieden haben, sorgt für belustigte bis wütende Reaktionen. „Herr Stehr sollte schnellstens lernen, was Demokratie bedeutet. Er ist jetzt Politiker und kein Schreihals der Antifa“, schreibt einer. Ein anderer: „Düster wäre es mit den Linken!“ Und ein Dritter fasst zusammen, was viele denken: Der Typ weiß nicht einmal, warum er atmet – aber erzählt den Leuten, wie sie zu leben haben.
Ob Stehr im Landtag tatsächlich etwas für den Burgenlandkreis erreicht oder nur als parteipolitischer Schreihals fungiert, wird die Zeit zeigen. Der Einstand jedenfalls ist gelungen – als Lehrstück dafür, wie dünn die personelle und programmatische Decke mancher Parteien inzwischen ist. Fünf Jahre Magdeburg mit diesem Pimpf? Viele Steuerzahler wünschen sich da eher die sprichwörtliche Windel.
