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Lügen-Fritz: Den Sozialstaat können wir uns nicht mehr leisten - Milliarden in die Ukraine schon! - Friedensdemo in Weißenfels: Protest gegen Eskalation im Nahen Osten und deutsche Mitverantwortung


Am 11. März 2026 versammelten sich auf dem Marktplatz in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) zahlreiche Bürger zu einer Friedensdemonstration. Die Kundgebung, die regelmäßig stattfindet, stand diesmal ganz im Zeichen der aktuellen militärischen Eskalation im Nahen Osten – insbesondere des laufenden Krieges gegen den Iran unter Beteiligung der USA und Israels.


Die Redner – darunter langjährige Friedensaktivisten und erstmals auch jüngere Teilnehmer wie Schüler – zeichneten ein düsteres Bild der globalen Lage. Im Zentrum der Kritik stand US-Präsident Donald Trump, den sie als unberechenbar und völkerrechtswidrig handelnd bezeichneten. Mehrfach wurde auf den mutmaßlichen Angriff auf eine Mädchenschule in Minab (Südiran) am 28. Februar 2026 hingewiesen, bei dem nach iranischen Angaben über 150 bis 170 Menschen – überwiegend Kinder und Jugendliche – getötet wurden. Die Sprecher warfen den USA und Israel vor, für den Beschuss verantwortlich zu sein, und kritisierten scharf das Schweigen oder die ausbleibende Verurteilung durch die deutsche Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz.

Ein zentraler Programmpunkt war der Vortrag eines Artikels des polnischen Journalisten Jan Opielka, erschienen in der Berliner Zeitung am 8. März 2026. Darin heißt es wörtlich: „Ich klage Sie an, Herr Bundeskanzler Merz“, weil die Bundesregierung den „mehrfachen Tod unschuldiger Menschen“ sowie die Bombardierung der Schule in Minab nicht verurteilt habe und keine unabhängige Untersuchung fordere. Die Redner sahen darin einen Beleg für Doppelmoral: Während Russlands Angriff auf die Ukraine scharf verurteilt werde, bleibe der Westen bei vergleichbaren Vorfällen im Nahen Osten stumm oder unterstütze sogar die Aggressoren.

Weitere Hauptthemen der Demo waren:

» Die massive Aufrüstung und Rekordgewinne der Rüstungsindustrie (z. B. Rheinmetall), während der Sozialstaat in Deutschland eingeschränkt werde.

» Die Gefahr eines dritten Weltkriegs, verglichen mit der Kubakrise 1962, insbesondere durch Spannungen um Venezuela, Kuba und Ölinteressen.

» Die geplante Stationierung neuer US-Mittelstreckenraketen (einschließlich atomarer Optionen) in Deutschland noch 2026, was das Land zum potenziellen Angriffsziel mache.

» Die NATO-Erweiterung und die US-Rüstungslobby als eigentliche Treiber der Konflikte.

» Die Kritik an der deutschen „Kriegstüchtigkeit“-Debatte und neuen Broschüren zur Vorbereitung auf Kriegs- oder Katastrophenfälle.

Die Demonstranten betonten, dass Kriege nie Frieden bringen, sondern nur neue Gewalt, Hass und Leid erzeugen – ob in der Ukraine, im Iran, in Palästina oder anderswo. Kinder seien keine „Kollateralschäden“. Mehrere Redner appellierten an die jüngere Generation, sich stärker einzubringen, Plakate in Schulen aufzuhängen und über soziale Medien wie TikTok oder YouTube aufzuklären.

Trotz drohenden Regens (die Redner scherzten über eine „große Husche“ ab 18 Uhr) zählten die Organisatoren zeitweise deutlich über 50 Teilnehmer – mehr als bei vielen vorherigen Veranstaltungen. Es gab auch positive Stimmen: Ein Fahrlehrer berichtete erfreut von der gestiegenen Teilnehmerzahl und bot selbstgebastelte Friedensfahnen zum Mittragen an.

Am Rande wurden kommende Termine angekündigt:

» Nächste Demo am 22. April 2026 um 17 Uhr wieder auf dem Marktplatz.

» Eine Veranstaltung am 12. Mai 2026 (ca. 19 Uhr) in der Gärtnerei Wiegant mit einem prominenten Gast (ehemaliger Marineinspekteur der Bundeswehr).

» Möglicherweise eine größere Veranstaltung noch 2026 mit Peter Brandt (Sohn von Willy Brandt).

Zusätzlich warb das BSW Burgenlandkreis für einen geplanten Osterspaziergang am 6. April im Zeitzer Forst (auch ohne offizielle Genehmigung als privater Spaziergang möglich).

Die Kundgebung endete mit dem Appell, wachzurütteln, den Mund aufzumachen und für eine Welt ohne Krieg einzutreten – bevor es zu spät sei. Die Teilnehmer zeigten sich entschlossen, trotz medialer und politischer Ignoranz weiter auf die Straße zu gehen.

Verfasser: АИИ  |  12.03.2026

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